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Technik erklärt: Gewichtsprüfung mit Röntgensystemen
Bei Röntgeninspektionssystemen denken viele zunächst an die Fremdkörpererkennung. Tatsächlich bieten moderne Systeme jedoch zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten zur Qualitätssicherung. Eine besonders interessante Funktion ist die integrierte Gewichtsprüfung.
Gewichtskontrolle mit vorhandenen Röntgendaten
Anders als bei einer klassischen Kontrollwaage wird das Produktgewicht nicht mechanisch ermittelt. Stattdessen nutzt das Röntgensystem die Informationen, die während der Inspektion ohnehin entstehen. Nach dem Einlernen mehrerer Referenzprodukte berechnet die Software den Zusammenhang zwischen den gemessenen Röntgenwerten und dem tatsächlichen Gewicht. Anschließend kann das System das Gewicht weiterer Produkte desselben Typs selbstständig bestimmen.
Ideal für Mehrfachverpackungen
Besonders praktisch ist diese Funktion bei Sammelverpackungen. So lassen sich beispielsweise Joghurtsteigen zuverlässig auf Unterfüllungen oder fehlende Becher prüfen. Abweichungen von den definierten Toleranzen werden unmittelbar erkannt und als Qualitätsmangel gemeldet.
Mehr Qualitätssicherung in einer Anlage
Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die Kombination mit Segmentierungsfunktionen. Dadurch können sogar einzelne Produktbereiche oder Bestandteile separat bewertet werden. Das eröffnet Prüfmöglichkeiten, die mit einer herkömmlichen Waage oft nur schwer oder gar nicht umsetzbar sind.
So wird das Röntgeninspektionssystem zu weit mehr als einem Werkzeug zur Fremdkörpererkennung. Es unterstützt Hersteller dabei, Produktqualität, Vollständigkeit und Füllmengen während des laufenden Produktionsprozesses zuverlässig zu überwachen und zusätzliche Prüfschritte einzusparen.
